FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Dax dürfte am Freitag wie schon die ganze Woche zunächst keine großen Sprünge machen. Von den Börsen aus Übersee kamen einmal mehr keine klaren Impulse. Im Fokus der Anleger stehen hierzulande erneut eine Reihe von Unternehmenszahlen. Zudem warten die Anleger auf den US-Arbeitsmarktbericht für den vergangenen Monat, der am Nachmittag veröffentlicht wird.

Eine Stunde vor Handelsbeginn deutete der X-Dax als außerbörslicher Dax-Indikator mit 12 345 Punkten praktisch eine Kursstagnation an. Damit zeichnet sich für den deutschen Leitindex aus Wochensicht ein knappes Plus von 0,24 Prozent ab. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wurde am Freitagmorgen knapp im Plus erwartet.

An der Wall Street hatte der Dow Jones Industrial am Donnerstag den zweiten Tag in Folge nachgegeben. Dagegen ging es in Hongkong bergauf. Am japanischen Aktienmarkt sowie an den chinesischen Festlandsbörsen fand weiterhin kein Handel statt.

Mit Blick auf den anstehenden US-Arbeitsmarktbericht sagte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners, "alles andere als eine weitere deutliche Zunahme der Beschäftigung wäre eine herbe Enttäuschung". Der Fokus dürfte allerdings auf den Löhnen und Gehältern liegen, so Altmann. Hier könnte ein Anstieg Sorgen um die Inflation schüren und mithin die US-Notenbank Fed zum Handeln zwingen. Zinserhöhungen würden im Fall eines beschleunigten Lohnanstiegs wieder wahrscheinlicher.

Aus dem Dax legten am Freitag der Chemiekonzern BASF und der Sportartikelhersteller Adidas ihre Resultate für das erste Quartal vor.

Bei der BASF drückten die Flaute am Automarkt sowie der Zollstreit zwischen den USA und China erneut kräftig auf den Gewinn. Während die Segmente mit Basischemikalien und Kunststoffen deutlich schlechter liefen, verzeichnete das Unternehmen kräftige Zuwächse im Agrarchemiegeschäft dank eines Milliarden-Zukaufs von Bayer im vergangenen Jahr. Ein Händler sprach von durchwachsenen Zahlen der Ludwigshafener.

Derweil berichtete Adidas für den Jahresauftakt eine Abschwächung des Umsatzwachstums. Das Unternehmen hatte allerdings schon früher angekündigt, dass das Wachstum wegen Produktionsengpässen in der ersten Jahreshälfte abflauen werde. Die Profitabilität konnte Adidas dagegen deutlich steigern.

Die Blicke richten sich zudem das Karrierenetzwerk Xing nach dessen Geschäftszahlen. Die Aktien hatten zuletzt knapp unter ihrem Rekordhoch notiert./gl/mis