FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Dax dürfte am Montag im Sog der negativen Weltbörsen etwas schwächer in den Handel starten. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ließ knapp eine Stunde vor der Eröffnung einen Kursverlust von 0,12 Prozent auf 12 365 Punkte erwarten. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wurde am Morgen leicht im Minus erwartet.

In New York hatten die Börsen am Freitag noch unter der Sorge gelitten, dass die US-Regierung die Kapitalströme in Richtung China begrenzen könnte. Auch in Asien dominierten am Montag die negativen Vorzeichen. Am Morgen kamen nun zusätzlich Signale aus der chinesischen Industrie, die den Markt offenbar zunächst nicht eindeutig beeinflussen können.

Vor der neuen Verhandlungsrunde im Handelskrieg mit den USA, die wohl am 10. Oktober stattfinden soll, hat sich die vom Wirtschaftsmagazin “Caixin” ermittelte Stimmung in den kleineren und mittleren chinesischen Unternehmen gebessert. Der staatliche Indikator, der vor allem bei großen und staatlichen Industriebetrieben ermittelt wird, stieg ebenfalls leicht. Er blieb aber knapp unter der Wachstumsschwelle. Damit zeichneten die Indikatoren ein gemischtes Bild, schrieben die Experten der Landesbank Baden-Württemberg.

Hierzulande rücken die Aktien von Evotec in den Fokus. Das Biotechnologieunternehmen und sein Forschungspartner Indivumed erreichten einen Meilenstein bei der Identifizierung neuer therapeutischer Zielstrukturen zur Behandlung von Darmkrebs. Die Papiere von Evotec notierten auf der Handelsplattform Tradegate rund 2 Prozent über dem Schusskurs vom Freitag.

Für die Anteilsscheine von Klöckner & Co aber ging es auf Tradegate um fast 3 Prozent nach unten. Der Stahlhändler habe die Gespräche über einen Zusammenschluss mit dem Werkstoffgeschäft von Thyssenkrupp einseitig beendet, berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf Kreise des Klöckner-Aufsichtsrates.

Die wie Klöckner ebenfalls im Nebenwerte-Index SDax notierten Papiere von Borussia Dortmund büßten auf Tradegate knapp 2 Prozent ein. Nach dem 2:2 am Samstagabend gegen Werder Bremen war der Fußball-Bundesligist auf Platz 8 der Tabelle abgerutscht./la/jha/