FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Anleger am deutschen Aktienmarkt können am Freitag auf einen erfreulichen Wochenausklang hoffen. Bei den Brexit-Gesprächen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union (EU) ist ein erster Durchbruch gelungen. Für Impulse könnte später noch der mit Spannung erwartete, monatliche Arbeitsmarktbericht aus den USA sorgen.

Dank freundlicher Vorgaben aus Übersee stand der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den hiesigen Leitindex eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart bei 13 165 Punkten und damit 0,92 Prozent über dem gestrigen Schlussstand. Damit würde er an die Vortagsgewinne anknüpfen und sich wieder dem oberen Ende der Handelsspanne der vergangenen Wochen nähern, in der er zwischen 12 800 und 13 200 Punkten gependelt hatte. Auf Wochensicht winkt ihm ein Plus von 2,36 Prozent.

Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeichnete sich am Freitagmorgen ein Kursanstieg von 0,6 Prozent ab.

In den USA war es am Donnerstag für den Leitindex Dow Jones Industrial und den marktbreiten S&P 500 nach dem jüngsten Rückschlag von den Rekordhochs wieder etwas aufwärts gegangen, und die Technologiebörse Nasdaq hatte ihre Stabilisierung auf hohem Niveau fortgesetzt. Dem positiven Trend schlossen sich dann auch die Börsen in Asien an.

Vorbörslich kursbewegende Unternehmensnachrichten waren am deutschen Aktienmarkt zunächst Mangelware. Die zuletzt schon schwer gebeutelten Titel des Möbelhändlers Steinhoff sackten auf der Handelsplattform Tradegate weiter ab. Zuletzt betrug das Minus gegenüber dem Xetra-Schluss 21 Prozent, womit die Aktie noch 0,468 Euro wert war. Die Ratingagentur Moody’s hatte die Kreditwürdigkeit des Poco-Mutterkonzerns auf Ramsch gesenkt angesichts der Bilanzunregelmäßigkeiten.

Die Anteilsscheine von Carl Zeiss Meditec gewannen 0,64 Prozent. Unter dem Strich habe das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr besser als erwartet abgeschnitten und zudem die operativen Margenziele (Ebit) angehoben, lobte ein Händler. Die Aktie hatte in diesem Jahr allerdings schon um fast 50 Prozent zugelegt und am Donnerstag den Handel auf dem Rekordhoch von 51,47 Euro beendet.

Bei BMW zeichnete sich nach einer negativen Studie ein Minus von rund 1 Prozent ab. Die US-Investmentbank Goldman Sachs stufte die Aktie ab und rät nun zum Verkauf. Der Autobauer sei zwar ein qualitativ hochwertiges Unternehmen, doch in den kommenden zwölf Monaten erscheine das Wertschöpfungspotenzial im Branchenvergleich begrenzt, schrieb Analyst Stefan Burgstaller./gl/das