FRANKFURT (dpa-AFX) – Nach einem Wochenverlust von bislang mehr als 5 Prozent dürfte sich der Dax am Freitag zunächst etwas fangen: Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte nun ein Plus von 0,93 Prozent auf 10 433 Punkte. Mit 10 160 Punkten war das Börsenbarometer tags zuvor zeitweise gar auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen gerutscht.

Auch zum Wochenabschluss mit kleinem Verfall an den Terminbörsen ist mit Schwankungen zu rechnen. Der EuroStoxx 50 , das Börsenbarometer der Eurozone, wird derweil gut 1 Prozent im Plus erwartet.

Die Woche war bisher geprägt von zunehmender Skepsis, was eine schnelle Wirtschaftserholung von der Corona-Krise angeht, sowie dem wieder aufgeflammten Thema Handelsstreit zwischen den USA und China. Trumps Handelsberater Peter Navarro goss diesbezüglich in einem Interview mit dem Sender Fox am Vorabend weiteres Öl ins Feuer.

Die Wall Street schaffte nach schwachem Start tags zuvor aber den Dreh ins Plus und der Leitindex Dow Jones Industrial konnte seine erst jüngst zurückeroberte 50-Tage-Linie so verteidigen. Wieder erstarkte Bankenwerte waren eine entscheidende Hilfe. Auch in Europa war der Europe 600 Banks am Donnerstag fast wieder an sein Crash-Tief von Mitte März gerutscht, bevor er schließlich als einer der besten Sektorindizes aus dem Handel ging.

Hierzulande sorgen einmal mehr Geschäftszahlen von Unternehmen für Aufmerksamkeit. So startete der Batteriehersteller Varta robust in das neue Geschäftsjahr. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte das Unternehmen. Zwar seien negative Auswirkungen durch die Corona-Pandemie nicht gänzlich auszuschließen, jedoch gebe es bislang keine Hinweise darauf. Die Anleger zeigten sich sehr erfreut: Die Aktien notierten auf der Handelsplattform Tradegate gut sechs Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag.

Der im Umbau steckende Maschinen- und Anlagenbauer Gea trotzte der Corona-Krise im ersten Quartal und legte beim Betriebsgewinn deutlich zu. Die positive Entwicklung führte das Unternehmen vor allem auf die im Januar erneuerte Konzernorganisation sowie auf operative Verbesserungen durch die im letzten Jahr eingeleiteten Sparmaßnahmen zurück. Auch diese Nachrichten fielen auf fruchtbaren Boden: Auf Tradegate zogen die Anteilsscheine um fast fünf Prozent an./la/stk