PARIS/LONDON (dpa-AFX) – Die Anleger an den Börsen Europas haben sich am Dienstag nach den zu Wochenbeginn neu entbrannten Zollstreitigkeiten wieder weitgehend beruhigt. Tags zuvor hatte eine Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, die Sonderzölle auf Waren aus China ab Freitag kräftig anzuheben, die Aktienmärkte zeitweise auf Talfahrt geschickt. Dass beide Seiten jedoch weiter verhandeln wollen, besänftigte die Gemüter jedoch wieder weitgehend.

Der EuroStoxx gab am späteren Dienstagvormittag um 0,33 Prozent auf 3451,63 Punkte nach. Tags zuvor war der Leitindex der Eurozone zeitweise um mehr als 2 Prozent abgesackt, hatte bis Handelsschluss seine Verluste aber deutlich verringern können.

Für den Cac 40 in Paris ging es zuletzt um 0,38 Prozent abwärts auf 5462,89 Punkte. In London, wo die Börse am Montag feiertagsbedingt geschlossen geblieben war, verlor der FTSE 100 nun 0,32 Prozent auf 7357,20 Punkte.

Branchenweit wurde der Immobiliensektor von den Investoren favorisiert. Er stieg um 1,5 Prozent, während die Bankenbranche das Schlusslicht unter den 19 Sektoren in Europa bildete. Sie gab um 1,2 Prozent nach.

Im EuroStoxx erholten sich die Aktien von AB Inbev mit minus 0,3 Prozent weitgehnd von ihren frühen Verlusten. Der Brauereikonzern hatte ergebnisseitig mit seinen Zahlen zum ersten Quartal enttäuscht. Danone waren nur optisch Schlusslicht in Leitindex der Eurozone, denn der Joghurthersteller schüttet an diesem Tag seine Dividende aus.

Die Anteile von Alstom stiegen in Paris um 2,6 Prozent. Zwar hätten Umsatz und operatives Ergebnis des Zugbauers etwas unter den Erwartungen gelegen, doch die Aufträge und auch die Dividende seien überraschend stark ausgefallen, hieß es etwa seitens der Citigroup.

Solide Quartalszahlen verhalfen den Papieren des Stellenvermittlers Adecco an die Spitze des Schweizer Leitindex SMI mit plus 1,8 Prozent. Sowohl beim Umsatz als auch beim Überschuss und dem operativen Ergebnis im ersten Quartal wurden die Konsensschätzungen teils deutlich übertroffen./ck/mis