PARIS/LONDON (dpa-AFX) – Nur wenig verändert und ohne klare Richtung haben sich Europas wichtigste Aktienmärkte am Montag präsentiert. Es scheine, als ob die Anleger vor den Osterfeiertagen eine Atempause einlegten, sagte Analyst David Madden von CMC Markets. Sein Kollege Jochen Stanzl stellte fest: "Übergeordnet steht an der Börse immer noch die Frage im Raum, ob die Weltwirtschaft droht, in eine Rezession abzurutschen oder nicht."

Der EuroStoxx 50 notierte am späten Vormittag 0,07 Prozent höher bei 3450,37 Punkten. Der französische Leitindex Cac 40 gewann 0,12 Prozent auf 5509,49 Punkte. In London sank der FTSE 100 um 0,02 Prozent auf 7435,75 Zähler.

Aus Branchensicht waren europaweit die Bankenwerte mit einem Plus von 0,8 Prozent am stärksten gefragt. Entsprechend standen im EuroStoxx-50-Index die Papiere der BNP Paribas , Intesa Sanpaolo , Societe Generale und der ING Groep mit Gewinnen zwischen 1,3 und 2,6 Prozent ganz oben im Tableau.

Unter den Einzelwerten standen die Anteilsscheine von Vivendi mit einem Kursanstieg von 0,7 Prozent im Anlegerfokus. Der französische Medienkonzern profitierte im ersten Quartal von einem guten Musikgeschäft und steigerte den Umsatz kräftig. Die weltweit größte Plattenfirma Universal Music erhöhte ihre Umsätze dank steigender Abonnentenzahlen und Streaming-Erlösen besonders stark. Vivendi will ein Aktienpaket an Universal von bis zu 50 Prozent verkaufen. Der Prozess schreite planmäßig voran, hieß es.

Der französische Werberiese Publicis stemmt sich mit seiner bisher größten Übernahme gegen die Schwäche im traditionellen Geschäft der Branche. Mit dem Mutterkonzern Alliance Data Systems habe man sich auf die Übernahme von dessen Digitalmarketing-Tochter Epsilon geeinigt, teilten die Franzosen am Sonntag mit. Die Amerikaner sollen für die Transaktion insgesamt 4,4 Milliarden US-Dollar in bar bekommen. An der Pariser Börse verteuerten sich Publicis-Aktien zuletzt um 3,6 Prozent.

Nur rein optisch schwächer tendierten am Montag die Aktien von Airbus und Nestle, denn die Papiere des Luftfahrtkonzerns und des Nahrungsmittel-Herstellers wurden mit Dividendenabschlägen gehandelt./edh/jha/