PARIS/LONDON (dpa-AFX) – Die Aktienmärkte in Europa sind am Mittwoch nach der Erholung Tags zuvor wieder unter Druck geraten. Besonders stark ging es für Technologie-Werte bergab. Damit folgten die europäischen Märkte dem Ausverkauf an den US-Börsen, der sich ebenfalls in erster Linie um Tech-Aktien drehte.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex für die Aktien der Eurozone verlor gegen Mittag 0,99 Prozent auf 3284,88 Punkte. In Paris sank der CAC 40 um 1,07 Prozent auf 5061,72 Punkte. Für den Londoner FTSE 100 ging es um 0,92 Prozent auf 6935,36 Punkte nach unten.

Zu den stärksten Verlierern gehörten Technologie-Aktien. So büßte der Stoxx Europe 600 Technology 2,39 Prozent ein. Der Sektor hat seit Anfang 2017 einen rasanten Aufstieg hinter sich. Jetzt gewinnt Credit-Suisse-Analystin Sandrine Perret zufolge die Angst Oberhand, dass ein Handelskrieg zwischen den USA und China Investments aus dem asiatischen Land in amerikanische Tech-Werte abwürgen könnte. Insgesamt aber dürfte die Angst vor einem Handelskrieg die Märkte nur vorübergehend drücken, schreibt Trader Markus Huber von City of London Markets.

Im Fokus der Anleger stand zudem der Pharmasektor . So zog die Aktie des britischen Konzerns Shire zeitweise um mehr als 20 Prozent an. Der japanische Wettbewerber Takeda hatte erklärt, über ein Kaufangebot für Shire nachzudenken.

Der Pharmakonzern Roche lag 1,47 Prozent im Minus. Die Tochter Genentech hatte bekanntgegeben, dass es fünf Todesfälle von Patienten gab, die mit dem Genentech-Medikament Hemlibra behandelt wurden.

Die Unilever-Aktie stieg gegen den Trend um 2 Prozent und war damit der einsame Spitzenreiter im EuroStoxx. Die Großbank UBS hatte das Papier zum Kauf empfohlen. Der Aktienkurs des Konsumgüterherstellers biete nach einer Schwächephase einen überzeugenden Einstiegspunkt./fba/la/jha/