TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) – Ungeachtet des fortgesetzten Zollstreits zwischen den USA und China haben Asiens Börsen am Donnerstag überwiegend leichte Gewinne verbucht. Zwar sei die nächste Eskalationsstufe erreicht worden, doch “für die ganz großen Kursverluste reicht das Inkrafttreten neuer Zölle nicht mehr”, erklärte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. “Wir sehen bei Zöllen und Gegenzöllen mittlerweile einen gewissen Gewöhnungseffekt bei den Anlegern.”

Der Handelskonflikt erreichte am Morgen eine neue Eskalationsstufe, nachdem Washington eine weitere Tranche von Strafzöllen für Waren im Wert von 16 Milliarden US-Dollar in Kraft setzte. Daraufhin revanchierte sich Peking umgehend. Zugleich laufen allerdings zwischen beiden Volkswirtschaften gerade Gespräche in Washington. Wegweisende Entscheidungen werden angesichts der jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump aber nicht erwartet. Vielleicht könnten die Gespräche zumindest eine Annäherung oder womöglich eine Zollpause bringen, sagte Altmann.

Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Aktien der Festlandbörsen in Shanghai und Shenzhen beinhaltet, gewann zuletzt 0,80 Prozent auf 3334,38 Punkte. In Hongkong, wo ebenfalls noch gehandelt wurde, sank der Hang-Seng-Index dagegen um 0,27 Prozent auf 27 851,10 Punkte.

Der japanische Nikkei 225 beendete den Handel um 0,22 Prozent fester bei 22 410,82 Punkten.

Als nächstes wichtiges Ereignis der Woche wird nun auf die internationale Notenbankkonferenz in Jackson Hole gewartet, die an diesem Donnerstag beginnt. Erst am Freitag wird aber Fed-Chef Jerome Powell sprechen. Der US-Dollar legte wieder zu, nachdem die US-Notenbank signalisiert hatte, dass sie an ihrem Tempo vorsichtiger, aber kontinuierlicher Zinserhöhungen nichts ändern werde./ck/jha/