TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) – Die Androhung neuer US-Schutzzölle auf chinesische Waren hat an den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenausklang an Schrecken verloren. Zwar kam es am Freitag in China zu weiteren Verlusten, diese hielten sich jedoch im Vergleich zum trüben Vortag in Grenzen.

Technologiewerte profitierten vom gesteigerten Interesse für die Branche, nachdem Apple als erstes US-Unternehmen die magische Marke einer Börsenbewertung von 1 Billion Dollar geknackt hatte. So gehörten in Japan Panasonic und Konica Minolta zu den besten Werten. In Südkorea legte Apples Hauptrivale Samsung ein knappes halbes Prozent zu.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 beendete den Freitag mit einem leichten Plus von 0,06 Prozent auf 22 525,18 Punkte, was ein moderates Wochenminus von 0,83 Prozent bedeutete.

Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an den Börsen des chinesische Festlands verlor im späten Handel 1,10 Prozent auf 3334,20 Punkte, nachdem er am Donnerstag doppelt so stark eingebüßt hatte. In der gesamten Woche hat er damit mehr als 5 Prozent verloren.

Der Hang Seng in Hongkong, an dem internationale Investoren leichter als in Festland-China handeln können, zeigte sich am Freitag kurz vor Börsenschluss praktisch stabil, gab auf Wochensicht aber auch annähernd 4 Prozent nach.

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien hatten am Donnerstag mit deutlichen Abgaben auf neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen China reagiert und damit an die Verluste vom Mittwoch angeknüpft. Trump hatte seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer angewiesen, eine Erhöhung der geplanten Zölle auf chinesische Waren von 10 auf 25 Prozent zu prüfen./das/fba