TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) – Die freundliche Stimmung an den internationalen Börsen ist zu Wochenbeginn letztlich nur teilweise nach Asien übergeschwappt. An Märkten wie in Tokio verwiesen Marktbeobachter als Stütze auf den Optimismus der Anleger zur Weltkonjunktur und den Unternehmensgewinnen, der zuvor die US-Börsen auf ihrer Rekordjagd gehalten hatte. In China und Hongkong ging dem Handel zum Ende hin aber die Luft aus.

In Japan schloss der Nikkei 225 0,26 Prozent höher bei 23 714,88 Punkten. Er setzte damit nach zuletzt drei schwächeren Handelstagen zu einer kleineren Erholungsbewegung an, der starke Yen jedoch verhinderte größere Kursgewinne. Aktien des Telekom-Konzerns Softbank waren wegen Spekulationen über ein Listing des Mobilfunkgeschäfts mit einem Anstieg um mehr als 3 Prozent besonders gefragt. Marktbeobachtern zufolge könnte dies einer der größten Börsengänge in der japanischen Unternehmensgeschichte werden.

An den chinesischen Börsen jedoch verblasste der Handel in den Schlussminuten wegen Gewinnmitnahmen: Der CSI 300 , der die 300 wichtigsten Werte aus Festland-China umfasst, stagnierte am Ende auf seinem Niveau vom Freitag bei 4225,24 Punkten. Zwischenzeitlich war er über die Marke von 4260 Punkten gestiegen und hatte damit ein neues Hoch seit 2015 erreicht. Der Hongkonger Hang Seng drehte zuletzt sogar mit 0,29 Prozent ins Minus auf 31 317,99 Punkte. Seine Serie von zuletzt 14 freundlichen Handelstagen droht damit zu reißen.

In Australien schloss der Leitindex ASX knapp mit 0,12 Prozent im Plus bei 6077,08 Punkten. Steigende Rohstoffpreise stützten hier die stark vertretenen Bergbauwerte. Marktbreit bremste aber die Stärke des australischen Dollar zum US-Dollar./tih/jha/