TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) – Sorgen um eine erneute Eskalation im Zollstreit zwischen den USA und China haben am Mittwoch die Börsen Asiens erneut kräftig belastet. Nach herben Verlusten am Montag und einer leichten Erholung am Dienstag ging es zur Wochenmitte wieder abwärts. Zudem fielen Exportdaten Chinas extrem schwach aus: Angesichts des Handelskrieges waren die chinesischen Exporte im April überraschend stark gefallen. Analysten indes hatten einen Anstieg erwartet.

Der japanische Nikkei 225 fiel nach Vortagesverlusten von 1,5 Prozent um 1,46 Prozent auf 21 602,59 Punkte.

In China büßte der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten an den chinesischen Festlandbörsen in seiner letzten Handelsstunde an diesem Tag 1,13 Prozent auf 3678,59 Punkte ein. Der Hang Seng in Hongkong gab zuletzt um 1,14 Prozent auf 29 028,95 Punkte nach. Beide hatten tags zuvor noch Gewinne verbucht.

Laut Analyst Deane Dray vom Analysehaus RBC waren die Märkten bis zuletzt ermutigt worden, dass die Gespräche zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften erfolgreich verliefen. Die am Sonntag dann überraschende Androhung höherer Zölle durch US-Präsident Donald Trump nun bringe Druck in die Börsen und löse Verkäufe auf breiter Basis aus. Zwar sollen die Gespräche zwischen den beiden Parteien an diesem Donnerstag weiterlaufen, doch solange der Ausgang unklar ist, bleibt die Unsicherheit hoch./ck/mis