TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) – Ungeachtet der von den Vereinigten Staaten angehobenen Sonderzölle auf chinesische Waren haben die Börsen Chinas am Freitag einen deutlichen Erholungskurs eingeschlagen. Japans Börse indes gab moderat nach. Auch die zahlreichen weiteren Aktienmärkte in Asien und Australien tendierten uneinheitlich.

Zwar setzten die USA ihre Drohungen vom vergangenen Sonntag um und China will nun Gegenmaßnahmen ergreifen, doch die Verhandlungen laufen weiter und Chinas Chefunterhändler Liu He blieb zuversichtlich. Dies half, dass die Anleger gelassen blieben und weiter darauf setzen, dass es zu einer Einigung kommen wird. Es sei weiter das Prinzip Hoffnung, das die Märkte stütze und weiter nach oben trage, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic von AxiTrader.

In China sackte der CSI 300 zwar zunächst deutlich ab, nachdem die USA ihre Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent anhob, doch rasch erholte sich der Index mit den 300 wichtigsten Werten an den chinesischen Festlandbörsen wieder. In der letzten Handelsstunde an diesem Tag legte er um satte 3,60 Prozent auf 3729,22 Punkte zu. Im Wochenverlauf beträgt der Verlust an der Börse damit immer noch 4,7 Prozent.

Der Hang Seng in Hongkong gewann zuletzt 1,26 Prozent auf 28 668,39 Punkte, womit sich sein Wochenverlust auf 4,8 Prozent verringern würde. Beide Indizes sind seit Jahresbeginn stark gelaufen. Trotz der jüngsten Verluste beträgt das Plus im CSI immer noch etwas mehr als 23 Prozent, das des Hang Seng rund 11 Prozent.

Der japanische Nikkei 225 beendete den Handel am Freitag mit einem Abschlag von 0,27 Prozent auf 21 344,92 Punkte. Er verbuchte damit im Verlauf seiner verkürzten Handelswoche ein Minus von 4,1 Prozent und damit das größte seit Dezember letzten Jahres./ck/fba