TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (dpa-AFX) – Die wenigen offenen Börsen Asiens sind am Montag moderat gestiegen. Ein Grund war der sogenannte Tankan-Bericht, wonach die Manager der japanischen Großindustrie so optimistisch sind wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Stimmungserhebungen in den Chefetagen der chinesischen Industrie lieferten dagegen widersprüchliche Aussagen.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 stieg bis zum Handelsschluss um 0,22 Prozent auf 20 400,78 Punkte. Der australische Leitindex ASX 200 legte um 0,84 Prozent zu. Die Börsen in Festland-China, Hongkong, Indien und Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Wie aus einer am Montag veröffentlichten Quartalsumfrage der Bank von Japan unter rund 10 000 Firmen hervorgeht, stieg der darin ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionskonzerne im September um 5 Punkte im Vergleich zum Juni auf plus 22. Ein positiver Index im Tankan-Bericht bedeutet, dass die Optimisten in der Mehrheit sind. Die Zahlen bestätigen die Ansicht der Notenbank, dass die Wirtschaft moderat wächst.

Aus China kamen dagegen unklare Signale: Während der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) im herstellenden Gewerbe im September auf den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren stieg, zeigte die Erhebung des renommierten Wirtschaftsmagazins "Caixin" einen rückläufigen Trend. Hierin sind anders als bei der Statistikbehörde weniger Staatsunternehmen, sondern stärker private und mittelständische Firmen berücksichtigt./das/oca