TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) – Der fortgesetzte Rekordlauf an den US-Börsen hat am Dienstag die meisten asiatischen Börsen gestützt. Die wichtigsten Indizes auf dem chinesischen Festland und in Hongkong drehten allerdings im späteren Handelsverlauf in die Verlustzone. Händler sprachen dort von Gewinnmitnahmen, während Japans Börsen noch Nachholbedarf hätten. Am Montag bereits hatten die Aktienmärkte in Asien angesichts der am Mittwoch anstehenden Unterzeichnung des ersten Teilabkommens im US-chinesischen Handelsstreits mehrheitlich zugelegt, während in Japan die Handelsplätze feiertagsbedingt geschlossen geblieben waren.

Der japanische Leitindex Nikkei stieg bis zum Handelsschluss um 0,73 Prozent auf 24 025,17 Punkte und schloss wie der Topix auf einem Monatshoch. Abgesehen vom Nachholbedarf der Indizes nach dem Feiertag hätten auch weitere Entspannungssignale im Handelsstreit der USA mit China für positive Stimmung unter den Anlegern gesorgt. So will die Regierung von Präsident Donald Trump China nicht mehr als Währungsmanipulator bezeichnen.

In China beendete der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen den Handel mit einem Abschlag von 0,34 Prozent auf 4189,89 Zähler. In Hongkong verlor der Hang Seng zuletzt 0,42 Prozent auf 28 834,62 Punkte.

Die Daten zur chinesischen Handelsbilanz waren zwar besser als erwartet ausgefallen, doch der Handelskrieg mit den USA hinterließ dennoch kräftige Spuren. Im Dezember erholte sich der gesamte chinesische Außenhandel und stieg um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, doch zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften war er im gesamten vergangenen Jahr um 14,6 Prozent eingebrochen./ck/men