Geschlossene Fonds Vergleich:

Geschlossene Fonds vergleichen ist sehr wichtig, um die Spreu vom Weizen zu trennen

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Ratgeber zur Auswahl geschlossener Fonds

Worauf beim Vergleich geschlossener Fonds zu achten ist

Worauf sollte beim Vergleich geschlossener Fonds grundsätzlich geachtet werden?

Geschlossene Fonds zu vergleichen ist heute jedem Anleger zu empfehlen, der sich grundsätzlich für ein Investment in geschlossene Fonds interessiert. Ein solcher Vergleich kann auf zwei Ebenen stattfinden.

Zunächst könnten Sie die verschiedenen Arten der geschlossenen Fonds miteinander vergleichen, also zum Beispiel Flugzeugfonds mit Immobilienfonds oder Containerfonds, um so herauszufinden, welcher Typ geschlossener Fonds am besten zu Ihnen passt.

Im zweiten Schritt sollten dann die konkreten Angebote im ausgewählten Bereich verglichen werden. Wer sich noch nicht sicher ist, ob überhaupt in geschlossene Fonds investiert werden soll, der kann natürlich zuvor auch noch einen Vergleich zwischen offenen und geschlossenen Fonds vornehmen. Ein möglicher Vergleichspunkt zwischen den verschiedenen Arten geschlossener Fonds ist beispielsweise die durchschnittliche Rendite. Diese ist zum Beispiel bei Medienfonds mit rund 14 Prozent recht hoch, während Immobilienfonds oder Flugzeugfonds eher im Bereich sechs bis acht Prozent anzusiedeln sind.

Generell ist es aber für Sie als möglicher Anleger beim Vergleich der geschlossenen Fonds zunächst wichtig zu wissen, dass es sich bei den Fonds um kein standardisiertes Anlageprodukt handelt, welches man lediglich anhand einiger Kennzahlen vergleichen könnte. Insofern nennen wir im Folgenden einige Kriterien, auf die Sie beim Vergleichen achten sollten.

Kennzahlen beim Vergleich geschlossener Fonds beachten

Einen guten geschlossenen Fonds kann man zwar nicht wie zum Beispiel Tagesgeldanlagen oder Aktien nur anhand einiger Kennzahlen von einem schlechteren Fonds unterscheiden, aber dennoch gibt es auch beim Vergleich geschlossener Fonds durchaus einige Zahlen, die man untersuchen kann. Dazu zählt zum Beispiel die kalkulierte Ausschüttung, der Kostenanteil des Fonds oder die Verteilung der Gewinne (Quote). Ebenfalls zu diesen vergleichbaren Kennzahlen gehören die Fremdkapitalquote oder die Laufzeit des Fonds.

Beim Vergleich geschlossener Fonds bezüglich der Fremdkapitalquote gilt es umso besser, desto höher die Quote ist. Denn dann ist zum einen der Ertrag des Fonds höher (Hebelwirkung) und zudem spricht eine hohe Quote für das Vertrauen der finanzierenden Banken.

Auch wenn die recht lange Laufzeit und damit verbundene Kapitalbindung eher ein Nachteil geschlossener Fonds ist, sollten Sie gerade deshalb auch beim Vergleich der Angebote auf die Frist der Kapitalbindung achten. Zu bevorzugen sind hier sicherlich diejenigen geschlossenen Fonds, die eine vorzeitige Rückgabe der Anteile zulassen. Zudem ist auch wichtig zu beachten, ob es einen Zweitmarkt für diese Art der Anteile gibt.

Das Emissionsprospekt als Vergleichskriterium bei den geschlossenen Fonds

Um einen guten geschlossenen Fonds zu finden, ist beim geschlossenen Fonds vergleichen auf noch mehr Faktoren zu achten. Dazu gehört auf jeden Fall das Emissionsprospekt. Dieses wird zwar von der BaFin geprüft, aber nur ob alle gesetzlich vorgeschriebenen Inhalte vorhanden und Formalien erfüllt sind. Über die Qualität des Fonds sagt das überhaupt nichts aus. Beim Emissionsprospekt gilt im Grunde die Devise, je detaillierter das Projekt beschrieben und kalkulierte Zahlen belegt werden können, umso besser ist es.

Haben Sie zum Beispiel zwei geschlossene Immobilienfonds zur Auswahl, und ist in dem Emissionsprospekt des einen Fonds exakt das Investitionsobjekt genannt und beschrieben, im Prospekt des zweiten Fonds aber nicht, sollten Sie sich definitiv für den ersten Fonds entscheiden. Denn die Transparenz ist im Grunde auch ein wesentlicher Vorteil geschlossener Fonds gegenüber einigen anderen Investments.

Erfahrung des Initiators, Platzierungsgarantie und weitere Anhaltspunkte für gute Fonds

Dass man sich beim geschlossenen Fonds vergleichen keinesfalls nur auf Kennzahlen verlassen darf, zumal zum Beispiel die Rendite geschlossener Fonds ohnehin nur kalkuliert und nicht garantiert ist, zeigen auch die nächsten Kriterien, die einen guten von einem schlechteren Fonds unterscheiden.

Achten sollten Sie darauf, ob und welche Erfahrungen der Initiator bereits mit der Emission und dem Betrieb solcher geschlossenen Fonds hat. Hat ein Initiator schon über Jahrzehnte  hinweg solche Projekte erfolgreich abgeschlossen, ist Ihr Investitionsrisiko natürlich (deutlich) geringer, als wenn der Initiator erstmalig in diesem Sektor tätig ist. Ebenfalls können scheinbare Kleinigkeiten zur Entscheidung zwischen den Fonds beitragen, beispielsweise ob eine Platzierungsgarantie vorhanden ist oder ob es sich um eine GbR oder um eine GmbH & Co. KG handelt.

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