Riester-Rente in der Kritik

In regelmäßigen Abständen keimt sie immer wieder auf, die Kritik an der staatlich geförderten Altersvorsorge, der Riester-Rente, benannt nach ihrem politischen Wegbereiter Walter Riester. Das interessante an der Sache – es ist über alle politischen Lager und Bevölkerungsschichten mittlerweile akzeptiert, dass die gesetzliche Rente alleine keinen auskömmlichen Ruhestand bescheren wird. Wer mit einem kleinen bis mittleren Einkommen in einen Ruhestand ohne Teilzeitbeschäftigung gehen möchte, der weiß ganz einfach, dass finanzielle Vorsorge aus zusätzlicher privater Altersvorsorge notwendig ist.

Woher also kommt der Gegenwind für die staatlich geförderte Version einen Rentenversicherung? Vornehmlich aus Bereichen in denen nachgerechnet wird. Aktuell haben dies Wissenschaftler der Freien Universität Berlin getan und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass z.B. gut verdienende Männer deutlich älter werden müssten als sie dies im Durchschnitt werden um einen wirklichen finanziellen Vorteil von diesem Konzept zu haben.

Besteuerung der Riester-Rente eines der wesentlichen Hemmnisse

Maßgeblich für das unausgewogene Verhältnis zwischen Einzahlungen und Auszahlungen der Riester-Rente sind nicht die Kosten die die Anbieter in das Produkt einbauen, sondern die großzügig eingeschätzte Lebenserwartung und die volle Besteuerung der späteren Renten, die das hart ersparte Vermögen jeden Monat aufs Neue dezimieren.

An beiden Stellen wäre es für die Bundesregierung möglich eine Verbesserung für die Versicherungsnehmer herzustellen. Wenn beispielsweise das kalkulatorische Versicherungsalter nicht mehr 10 Jahre (wie in diesen Berechnungen tatsächlich festgestellt)  über der durchschnittlichen Lebenserwartung liegen dürfte oder aber Renten aus Riester-Renten bei der Ein- und Auszahlung von der Einkommensteuer befreit wären, hätten die späteren Rentner einen Anreiz bereits heute mehr Geld einzuzahlen und später mehr Rente zu beziehen. So einfach wie diese Zeilen geschrieben sind, ist es aber nun mal weder in der Politik noch in der Wirtschaft, so dass lediglich Geringverdiener ohne zu zögern zu einer Riester-Rente greifen können. Für alle diejenigen, deren Einkommen unterhalb von 20.000 Euro pro Jahr liegt lohnt sich diese Form der Altersvorsorge aufgrund der staatlichen Zuschüsse nämlich wirklich. Trotz Besteuerung und großzügig bemessenem kalkulatorischen Lebensalter.

Weitere Informationen zu Riester-Rente finden Sie hier


4 Kommentare zu “Riester-Rente in der Kritik”

Ob mit der Riester-Rente oder anderen Vorsorgeprodukten, eins ist klar, die staatliche Rente reicht nicht aus um seinen Lebensstandard im Alter zu halten und einen abgesicherten Ruhestand zu führen.

Das mit der Riester-Rente ist ja alles schön und gut, nur was machen diejenigen, für die diese Planung viel zu spät kommt und die trotzdem nicht mit Ihrer Rente auskommen würden? Für ältere Menschen ist der Riester-Zug doch schon lange abgefahren, oder etwa nicht?!

Nun eine Riester Rente sollte mindestens 12 Jahre laufen damit sie sich auch rentiert! Allgemein kann man natürlich sagen je länger sie läuft desto lukrativer ist die Auszahlung und mit jedem Jahr das verstreicht geht einem natürlich eine menge Geld im Alter verloren. Wichtig ist nur das mann seine Gesetzliche Altersvorsorgen Lücke schließt.

mit der nachgelagerten Besteuerung werden viele noch eine Überraschung erleben. Jetzt denkt da niemand dran, dass auf die Beträge dann noch Steuern abzuführen sind. Das Gejammer wird groß sein bei den Riestersparern..

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