Archiv des Monats September, 2007

Chinesischer Staatsfonds startet

ih 28. September, 2007

Bereits seit einiger Zeit angekündigt, ist es nun soweit. An diesem Samstag beginnt auch für die Volksrepublik China eine neue Zeitrechnung. Mit dem chinesischen Staatsfonds begründet die chinesische Regierung den Start in das Zeitalter staatlicher Investitionen in private, vor allem westliche Unternehmen.
Diese Vorgehensweise ist nicht wirklich neu, auch die Arabischen Emirate, Australien oder das vergleichsweise kleine Norwegen leisten sich teilweise  bereits seit einigen Jahren eigene staatliche Fonds, die die Altersversorgung der Bürger sichern soll. Alleine das Startvolumen des chinesischen Fonds lässt Investoren nachdenken und Politiker aufschrecken. Die östliche Heuschrecke (in Anlehnung an die Hedge-Fonds Debatte) wollen manche bereits erkennen, angesichts eines Fondsvolumens von 142 Milliarden Euro eventuell eine nicht ganz unberechtigte Formulierung.
Wirklich bange macht allerdings erst der Blick auf das tatsächlich vorhandene Investitionskapital, welches möglicherweise für staatseigene Transaktionen genutzt werden soll. Das Devisenguthaben der chinesischen Staatsbank beläuft sich aktuell auf geschätzte 1,4 Billionen Euro, lediglich 10 Prozent werden also in diesem Fonds bereits in der Kapitalerstausstattung eingebracht.
Während zum Beispiel der norwegische Pension Fonds nach ethischen Grundlagen investiert und somit auch eine gesellschaftliche Rolle spielt, traut man chinesischen Investoren, zumindest zum aktuellen Zeitpunkt, ausschließlich etragsortiertes Handeln zu.
Vor diesem Hintergrund wird vielfach staatlicher Protektionismus wach, was so denken nicht nur westliche Regierungen, wenn dieser chinesische Fonds Schlüsselindustrien des eigenen Landes einfach aufkauft und wie bereits vielfach praktiziert, deren Wissen nach China exportiert?
Globalisierung in Form von weltweiten Transportvernetzungen und ungehindertem Daten- und Finanztransfer machte den Aufstieg Chinas erst wirklich möglich; was jetzt kommen könnte ist Globalisierung 2.0. Die Welt wächst diesmal von Ost nach West näher zusammen, wer in wenigen Jahren die Zukunft entscheidend gestaltet muss also nicht mehr zwangläufig für ein westliches Unternehmen arbeiten und westlichen Investoren Rede und Antwort stehen. 

Ab und zu fragt man sich als geneigter Anleger doch einmal – muss es denn wirklich ein Zertifikat sein? Gibt es denn keinen Investmentfonds, der in diesem Bereich investiert ist? In diesem DWS Go Zertifikat Angebot kann ein Jain durchaus als Antwort gelten.
Investmentfonds mit Schwerpunkt Medizin und Pharmazeutik gibt es einige, allerdings ist keine Anlagemöglichkeit darunter, die sich mit medizinischen Innovationen wie denen der Biopharmazeutik und den daraus resultierenden Chancen auseinandersetzt.
Das DWS GO Medical Innovations Zertifikat basiert auf einem eigens zu diesem Zweck zusammengestellten Spezialfonds, an dessen Wertentwicklung die Entwicklung des Zertifikats gekoppelt ist.
Investiert wird im Rahmen des Spezialfonds in Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit in den neuen Heilmethoden der Biopharmazeutik finden und dort gegen bisher unheilbare Krankheiten wie verschiedene Krebsarten oder auch chronische Krankheiten nach wirksamen Heilmitteln forschen. Sicherlich sind viele dieser Unternehmen auch in kleinen Teilen auch in den etablierten Investmentfonds der Branche „Healthcare“ aufzufinden. Stehen so konzentriert wie in diesem DWS Go Zertifikat, allerdings nicht für die Geldanlage über einen Investmentfonds zu Verfügung.
Ähnlich wie die Nano – befindet sich auch die biotechnologische Entwicklung noch in den Anfangsjahren. Etablierte Unternehmen gibt es wenige, ein einziges erfolgreiches Heilmittel kann nicht nur quasi über Nacht eine kleine Firma zu einem Großkonzern werden lassen, ein Misserfolg in einer späten Entwicklungsphase kann auch über Nacht zu einer Kapitalvernichtung größeren Ausmaßes führen. Es sind also die Spezialisten der DWS, welche hier die Auswahl sorgfältig treffen müssen um Chance und Risiko in der Waage zu halten.
Anleger, die ein bisschen Hoffnung auf eine große medizinische Entdeckung im Depot haben möchten, sollten über ein Engagement nachdenken. Für alle anderen Anleger eignet sich vielleicht einer der bereits langjährig erfolgreichen Investmentfonds besser.
Interessante Fonds könnten z.B. sein:

Weitere Investmentfonds aus der Branche Gesundheit im Vergleich finden Sie hier: Fonds Branche Gesundheit 

Über das unbändige Wachstum der Wirtschaften Asiens, allen voran die beiden Länder Indien und China, ist in den letzten Monate und Jahren viel berichtet worden. Steigendes Interesse zog auch steigendes Investmentvolumen in mittlerweile diversen klassischen Investmentfonds nach sich. Lediglich die Anbieter geschlossener Fonds taten sich bislang schwer geeignete Produkte auf den Markt und an den [...]

Schiffe und Container gelten unter vielen Anlegern als die Motoren der Weltwirtschaft. Wer dort investieren möchte, musste bislang allerdings auf eines der zahlreichen Angebote aus dem Bereich der geschlossenen Fonds zurückgreifen und meist Mindestanlagesummen von ab etwa 10.000 Euro für den Einstieg in eines dieser Anlageprodukte investieren.
Zertifikate Anbieter haben sich jetzt ebenfalls diesem Gebiet angenommen und bieten vermehrt Frachtraten basierte Zertifikate, welche auch Anleger mit deutlich weniger Anlagevermögen offen stehen.
Dem Ende entgegen neigt sich die Zeichungsphase des HSC Frachtraten Protect Zertifikat, welches zusammen mit der Barclays Bank den Baltic Dry Index abbilden wird und Anleger bereits ab 2.000 Euro Mindestanlagesumme an der Entwicklung der Frachtraten teilhaben lassen wird.
Wer bei HSC nicht mehr zum Zuge kommt, kann sich alternativ einen Blick auf das Frachtraten Garantie Zertifikat (ISIN: DE000MS5DFU3) werfen, welches ab Ende November in Zusammenarbeit von Morgan Stanley und Capital Bank aufgelegt werden wird. Auch hier stellt der Baltic Exchange Dry Index die Grundlage für die künftige Wertentwicklung, an der Anleger mit einer Partizipation von 120% bis 140% teilhaben werden.
Besonderheit bei diesem Frachtraten Garantie Zertifikat – zum Ende der Laufzeit im November 2011 besteht eine Kapitalgarantie auf 100% des eingelegten Kapitals. Die Zeichnungsfrist startet heute, 24.09.07 und endet am 16. November 2007.
Informationen zu Zertifikate Neuemissionen finden Sie auch hier.

Auch wenn von Fondsgesellschaften gerne das Team als Erfolgsmodell verkauft wird, zeigt sich in dieser Woche wieder besonders, wie wichtig Einzelpersonen im Geldanlage Business wirklich sind. Der Weggang von Florian Homm hat den Börsenkurs seiner Fondsgesellschaft ins bodenlose fallen lassen obwohl auch hier ein komplettes Fondsmanager Team mit der Auswahl geeigneter Investments beschäftigt ist und [...]

Für eine doch gern schweigsame Branche wie die der Hedge-Fonds muss Florian Homm so etwas wie das Enfant Terrible sein. Anstatt in aller Ruhe nach einem Nachfolger zu suchen, oder sich in kleinen internen Scharmützeln um das von ihm mitbegründete Unternehmen zu aufzureiben, schreibt er einen offenen Brief an Kollegen wie auch Investoren und tritt mit sofortiger Wirkung ab.

„Unüberbrückbare Hindernisse“
Es seine „Unüberbrückbare Hindernisse“, die ihn zu diesem Schritt veranlasst haben verkündet Homm öffentlich und erklärt fast nebenbei, dass er es bevorzugt hätte weniger Geld zu verdienen und dafür das eigene Unternehmen, bzw. die eigenen Fonds gut zu stellen. Er habe aus diesem Grund einen Betrag von 33 Mio. Euro als Unterstützungskapital aus eigenem Vermögen in den Fonds überführt und einen Verzicht auf Boni praktiziert und für das Board vorgeschlagen – die geringe Zustimmung zu diesem Vorhaben soll der Auslöser für unüberbrückbare Hindernisse gewesen sein.
Was man auch immer von Florian Homm und seinen Auftritten als Hedge-Manager auf Mallorca und der gerne öffentlich zur Schau gestellten Vorliebe für Luxus und möglichst teure Zigarren halten mag – die Geste sich in den Dienst des eigenen Unternehmens und der dessen Kunden zu stellen hat Symbolwert. Der Rücktritt so überraschend er auch sein mag entspricht ziemlich genau der Idealvorstellung eines gradlinigen Managers, inwieweit sein Ruf als durchsetzungsstarke Führungsperson unter der öffentlichen Abrechnung und der scheinbar kampflosen Aufgabe seiner Position darunter leidet bleibt abzuwarten.
Das Urteil der Börse über die personelle Veränderung ist am Verlauf des Aktienkurses der in London notierten ABSOLUTE Capital Management Holding Ltd. Deutlich erkennbar. Mit einem Tagesverlust von 65 Prozent wurde dem Unternehmen das Vertrauen nur allzu deutlich entzogen.

Keine Auswirkung auf Fonds oder Hedge-Fonds Zertifikate
Aus Kreisen des Unternehmens ist zu erfahren, dass die Entscheidung Florian Homms sich aus dem aktiven Tagesgeschäft zurückzuziehen keinesfalls mit einem Abschied von dem Unternehmen gleichzusetzen ist. Die Familie Homm bleibt größter Einzelaktionär des Unternehmens, Florian Homm wird auch weiterhin im Sinne des Unternehmens agieren, wenn auch nicht mehr eingebunden in das Tagesgeschäft. Für die Fonds und die Hedge-Fonds Zertifikate (siehe hier Absolute Diversified HOMM Select I Zertifikat) bedeutet das Kontinuität in Anlagestrategie. 


Anleger, die bislang in den Boom der arabischen Staaten, wie z.B. dem Emirat Dubai investieren wollten, hatten wenige bis gar keine Möglichkeiten gezielt in dieser Region zu investieren.
Das Segment Fonds Aktien Mittlerer Osten & Afrika umfasst lediglich den Balzac Middle East and Africa Index (ISIN FR0000018236; ca. + 22 % während 1 Jahr), aus dem Hause JPMorgan wird mit dem JPMorgan AM Middle East Equity A (acc) – USD (ISIN LU0210535208; + 24 % während 1 Jahr) ein Fonds angeboten, der ebenfalls in die Region Mittlerer Osten investiert, allerdings seinen Anlage Schwerpunkt in Türkei und Israel hat. Noch weniger Mittlerer Osten findet sich in dem Aktienfonds Morgan Stanley SICAV – Emerging Europe & Middle East Equity A (ISIN LU0118140002; + 30 % während 1 Jahr). Hier stellen Polen, Türkei und Großbritannien die drei stärksten Investmentregionen.
FT Emerging Arabia
Frankfurt Trust möchte mit dem FT Emerging Arabia (ISIN LU0317905148) diese Lücke schließen und soll so Fondsmanager Omar Abu Rashed die enorme Dynamik der Region ausnutzen. Die Staaten des Golfkooperationsrates (Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate = Abu Dhabi, Dubai, Schardscha, Adschman, Umm al-Qaiwain, Ra’s al-Chaima und Fudschaira) haben in den letzten Jahren ein durchschnittliches Wachstum von 10 Prozent pro Jahr geboten, welches dennoch erst als der Anfang des Aufschwungs dieser Region gesehen werden kann.
Die Einnahmen aus der Ölförderung sind in Infrastrukturprojekte geflossen, welche sich erst in den nächsten Jahren tatsächlich positiv auf die Wirtschaft der GCC-Staaten auswirken werden und dann eine deutlich größere Unabhängigkeit von der Ölförderung ermöglichen werden.
Die Region, so Fondsmanager Omar Abu Rashed steht erst am Anfang Ihrer wirtschaftlichen Entwicklung, auch wenn die vergangenen Jahre bereits deutliche Wertzuwächse erreicht worden sind.
75 Prozent der Anlage erfolgt in den GCC Staaten
Interessant für viele Anleger sollte vor allem die Anlagekonzentration auf die Golfsstaaten sein. Im Gegensatz zu den wenigen vergleichbaren Middle East Fonds wird hier tatsächlich 75% des Fondsvermögens in den GCC Staaten und Nachbarstaaten wie Jordanien oder Ägypten investiert. Wer also gezielt in dieser Region investieren möchte, sollte ein Investment in den FT Emerging Arabia Fonds in Erwägung ziehen.

Nach der Fülle an weniger erbaulichen Nachrichten ist man im Hause Meinl jetzt vielleicht sogar ein bisschen froh, einmal ein anderes Thema in den Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit zu stellen. Statt sich zu den anhaltenden Meinl European Land Diskussionen und den Zeitpunkt der durchgeführten Aktienrückkäufe zu äußern, kann aktuell das Interesse auf ein anderes Produkt aus [...]

Rekordverdächtige Riester Renten

ih 13. September, 2007

Eigentlich ist der Abschluss einer Altersvorsorge ganz klassisch eine Angelegenheit, die in den herbst- und winterlichen Monaten überdacht und angegangen wird. Traditionell vermelden Versicherungen wie auch Finanzdienstleister zum Jahresende regelmäßig das umsatzstärkste Quartal.
Vielleicht wird es auch in diesem Jahr so werden, für den Augenblick allerdings blicken viele Unternehmen aus der Branche voller Staunen auf die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlichten Zahlen. Demnach gab es bereits im II. Quartal des Jahres eine Rekordnachfrage nach Riester Renten Verträgen zu vermelden. Noch nie zuvor haben in einem zweiten Quartal so viele Deutsche einen Riester Altersvorsorge Vertrag abgeschlossen.
Nach Angaben des Ministeriums wurden bereits in diesem Jahr bereits bis Ende Juni 1,2 Mio. neue Riester Verträge abgeschlossen; bis August wurden an die Riester Sparer durch den Staat Zulagen in einer Gesamthöhe von 2,1 Mrd. Euro ausgezahlt. Ein Ausgabenposten, der sich trotz Sparzwang der Bundesregierung auch im nächsten Jahr deutlich erhöhen wird. Durch die so genannte Riester Treppe, wie die dritte Stufe der Riester Renten Sparzulage genannt wird, erhöht sich die Grundzulage dann auf 154 Euro und die Kinderzulage auf 185 Euro jährlich.
Für jedes weitere ab 2008 geborene Kind können dann weitere 300 Euro Zulage durch den Riester Sparer vereinnahmt werden.
Weitere Informationen zur Riester Rente und den gesetzlichen Rahmenbedingungen finden Sie hier: Informationen zu Riester Rente.

Geiz ist out. Glücklicherweise. Diese Einstellung werden sicherlich nicht nur Einzelhändler und Anbieter von Dienstleistungen teilen. Wesentlich wichtiger als was ist „out“ ist vielleicht sogar die Frage – was ist „in“? Bio und Nachhaltigkeit, so lauten zwei viel diskutierte „in“-Schlagwörter. Beide werden in diesen Tagen als quasi Lebenseinstellungen des Zeitgeists gesehen, beide sind glücklicherweise nur schwer mit Geiz vereinbar. Möglicherweise haben diesmal tatsächlich Hedonisten einen Trend gesetzt, den jetzt breitere Bevölkerungsschichten übernehmen. Nie war es so schick die eigene Gesundheit zu bewahren und Natur zu schützen. Fast Schade, dass sich pünktlich zum Beginn der grünen Gesinnungswelle die gleichnamige Partei aus den Regierungsgeschäften verabschieden musste und diesen Umstand nicht als erreichtes Ziel der eigenen Politik feiern kann.
Dabei gäbe es tatsächlich Grund zum Feiern. Die von Rot-Grüner Regierungs- Koalition angestoßene Diskussion um Regenerative Energien bei gleichzeitiger großflächiger Subventionierung dieser Branche hat nicht nur zu einer Verschandelung der Landschaft geführt, sondern vor allem eine innovative neue Branche in Deutschland gefördert, die in Teilen tatsächlich dem Anspruch der Hochtechnologie gerecht werden kann.

Auf Windkraft folgte Biokraft, jetzt ist Sonnenenergie dran
Vielleicht war es der große Erfolg der beiden Wettbewerber, vielleicht ist es aber auch einfach das tatsächlich vorhandene Potential des Marktes, welches jetzt binnen kurzer Zeit bereits die Dritte Auflage eines Solarfonds ermöglicht. Nach dem guten Vertriebserfolg der beiden Initiatoren DCM und Sachsenfonds wird jetzt auch Hannover Leasing einen entsprechenden Solar-Energiefonds auf den Markt bringen.
Zu diesem Zweck Hannover Leasing sieben große Solaranlagen erworben, die in den Fonds eingebracht werden sollen. Die Gesamtleistung der Anlagen von rund 10,7 Megawatt würde ausreichend sein den Energiebedarf einer kleinen Gemeinde mit etwa 3.000 Haushalten zu decken. Hannover Leasing plant die erworbenen Anlagen in einem geschlossenen Solarfonds zu bündeln und diesen bereits im IV. Quartal dieses Jahres auf den Markt zu bringen. Das Investitionsvolumen dieses Solarenergiefonds wird rund 47 Mio. Euro betragen.