Archiv des Monats April, 2006

Aus dem Hause DWS wird ein neues Fondskonzept gemeldet. Geringe Risiken und hohe Renditechancen sollen in einem Produkt vereint werden. Ziel ist es Anlegern, die bisher eher zögernd bei Fondseinmalanlagen waren Sicherheit vor größeren Kursverlusten zu bieten, ohne, dass sie auf Renditechancen verzichten müssen. Ähnlich wie bei der DWS Top Rente werden in den Konzepten DWS [...]

Bevor es kurz vor dem Wochenende zu Missverständnissen kommt: Die Analysten der M.M. Warburg haben sich mit der Aktie des Initiators geschlossener Fonds, Lloyd Fonds, auseinandergesetzt und befinden das Engagement als kaufenswert. Die Produktpipeline wäre durchaus attraktiv, das Umsatzwachstum wird auf rund 20% bis zum Jahr 2008 geschätzt.
Für alle diejenigen, die sich am Dienstag nach der Hauptversammlung von Anteilen des DAX Dividenden Schwergewichts Deutsche Telekom (aktuell 5,11% Dividendenrendite) trennen werden ist vielleicht eine andere Größe von Bedeutung: Die prognostizierte Dividendenrendite beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr rund 7%, die Hauptversammlung ist Ende Juni.

Wie der Anbieter von geschlossenen Immobilienfonds, Tomorrow Fund Management, meldet werden im Juni Ausschüttungen in Höhe von rund 15 Mio. US Dollar an die Eigentümer der verschiedenen Fonds vorgenommen.
Trotz eines in den USA schwieriger werdenden Marktumfelds für Immobiliengeschäfte können die meisten Anleger eine Rendite zwischen 7,5% bis 9,75% erwarten. Lediglich der für den TF31 wurde eine Begrenzung der Ausschüttung auf 4% angedacht, das Management setzt in diesem Fall auf einen größeren Liquiditätsspielraum, der durch die leichte Reduzierung der Ausschüttung mit hergestellt werden soll.
Bereits seit einiger Zeit werden Stimmen lauter, die eine Abschwächung der Nachfrage nach amerikanischen Immobilien befürchten. Zuletzt machte ein Bauträger Furore, der den Käufern seiner Immobilien einen BMW Z4 als Dreingabe anbot.
Welche Entwicklung der amerikanische Immoblienmarkt nehmen wird hängt sicherlich auch mit der Entwicklung des allgemeinen Zinsniveaus und einer anhaltend guten Konjuktur ab. Letzte Aussagen von Ben Bernanke, dem US Notenbank Chef, lassen vermuten, dass weitere, zügige Zinssteigerungen in den USA nicht zu erwarten sind.

Pioneer Investments befindet sich auf einem zügigen Expansionskurs. Nach Ankündigung der Verschmelzung mit der HypoVereinsbank Tochter, Activest, wird nun bekannt, dass auch Vanderbilt von Pioneer Investments übernommen wird.
Die amerikanische Investmentgesellschaft Vanderbilt Capital Advisors LLC ist spezialisiert auf strukturierte Finanzprodukte für institutionelle Anleger und verwaltet aktuell ein Kundenvermögen von rund 13 Mrd. USD.
Die Übernahme ist Teil der Strategie das Institutionelle Geschäfts weiter auszubauen, so ein Sprecher von Pioneer Investments.
Pioneer Investment Mutter UniCredit verfolgt bereits seit einiger Zeit einen straff organisierte Expansionskurs, der nicht immer von positiver Presse begleitet wird. Zuletzte verabschiedeten sich mit zunehmender Häufigkeit ehemaliges Führungspersonal der ehemaligen HypoVereinsbank, erst zu beginn dieser Woche wurde der Weggang des weltweiten Vertriebschefs Matteo Perruccio bekannt.

Der Wandel von Schwellenland zu Industrienation ist auch ein Wandel von Metropole zu Megastadt. Immer mehr Menschen zieht es in die Städte – immer längere Wege müssen von und zur Arbeit in Kauf genommen werden. Vielfach erfordert weiteres Wachstum Infrastrukturmaßnahmen, die den Verkehrsfluss überhaupt ermöglichen. Es ist zu vermuten, dass die Koordinierung von Menschen und Verkehrsbewegungen [...]

“Alles wird gut”. So könnte den Stand des aktuellen Konsumklimas mit einem kleinen Anflug von Nina Ruge zusammenfassen. Auch wenn keiner so recht weiß warum, die deutschen Verbraucher geben die Konsumzurückhaltung mehr und mehr auf. Soweit zumindest die Ergebnisse der aktuellen GfK Umfrage.
Mit einem leichten Anstieg von 5,1 auf 5,3 Punkte werden alte Höchststände aus dem Jahr 2001 erneut erreicht. Ob sich sich diese positive Einschätzung auch in tatsächliche Käufe umwandeln läßt ist zum momentanen Zeitpunkt nicht absehbar, die GfK geht aber von einem weiter steigenden Konsumentenverhalten im Laufe des Jahres im Hinblick auf die Mehrwertsteuererhöhung 2007 und zu einem kleinen Teil auch die Fussball WM aus.

Gleich sechs Fonds der österreichischen Fondsgesellschaft C-Quadrat wurden von den beiden Rating Agenturen Lipper und Morningstar mit höchsten Bewertungen bedacht. Fünf der ausgezeichneten Fonds dürfen den Titel “Lipper Leader für konsistenten Ertrag” tragen und dokumentieren damit das sie hinsichtlich konstanter Wertentwicklung und übedurchschnittlicher Rendite zu en besten Produkten gehören. Neben dem bekanntesten der C-Quadrat Fonds, [...]

Wie das Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) heute veröffentlicht hat, stabilisieren sich die zuletzt leicht nachgebenden Charterraten sichtlich.
Der von Howe Robinson erstellten Charterratenindex ist im März auf 1.230 Punkte geklettert, was einem Zuwachs von 0,8% im Vergleich zum Vormonat entspricht. Allerdings liegen die Charterraten damit immer noch rund 40% unter denen des Sommers 2005.
Das allgemeine Bild ist allerdings uneinheitlich. Nach einer Berechnung des Schiffsmaklers Clarkson geht man auch hier von steigenden Chartraten aus, allerdings in anderen Größenklassen. Keine schlechte Nachricht, wenn sich beide einig sind, dass es stabil bleibt und leicht aufwärts geht.

Blackstone ist eine Beteiligungsfirma. Eine ziemlich große sogar. Um genau zu sein: So groß, dass mal eben 4,5% oder auch 192 Mio. Aktien zu 14 Euro von der KFW erworben werden können.
Worum es geht? Um die ehemalige Volks-Aktiengesellschaft, die Deutsche Telekom. Seit Monaten dümpelt die Deutsche Telekom um den Kurs von 14 Euro, verlor Monat um Monat 100.000 Festnetzkunden und gewann deutlich margenträchtigere Kunden im Mobilfunktsektor. Das Merkwürdige: Es interessierte niemanden. Wenig merkwürdig: Der allgemeine Boom der selbst die drögestens deutschen Aktien zwischenzeitlich mitgerissen hat ist am Schwergewicht Deutsche Telekom komplett vorbei gegangen.
Soviel Lethargie muss selbst den Beteiligungsspezialisten von Blackstone aufgefallen sein, eigentlich – und scheint auch eine verbreitete Meinung zu sein, eigentlich müsste die Telekom ja schon irgendwie mehr Geld wert sein. Das blöde daran, niemand gab mehr Geld als eben je 13 bis 14 Euro der letzten Wochen für einen Anteilsschein aus.
Gestern, 24.4. war alles anders. Den Börsenkundigen unter den n-tv Zuschauern wird vermutlich vor Erstaun-Starre das Frühstück kalt geworden sein. So groß muss der Schock über den 9 Uhr Tagesgewinner Deutsche Telekom gewesen sein. Unfassbar, (fast) alle Kurse unter Vortagsniveau, nur die Deutsche Telekom macht einen Hüpfer um nahezu unglaublich 4%.
Die Lösung heißt Blackstone und ist eine Beteiligungsgesellschaft, die es im letzten Jahr vermutlich noch geschafft hätte einen tiefen (Heu-)Schrecken in der breiten Öffentlichkeit auszulösen.
Diesmal ist alles anders. Dornröschen Telekom ist wachgeküsst und alle freuen sich darüber. Politiker, wie Anleger und vielleicht auch bischen die Analysten, auf die solange keiner hören wollte. In einem solchen Fall werden selbst Heuschrecken zu Freunden und ein sachkundiger Finanzminister wird mit den Worten : “hohe Expertise im Telekommunikations- und Mediensektor” zitiert.
Blackstone Chairman & Chief Executive Officer Stephen A. Schwarzman möchte den Unternehmenswert der Deutschen Telekom steigern und dauerhaft an dem Unternehmen beteiligt bleiben – eine entsprechende 2jährige Verkaufssperre ist entsprechend verhandelt worden. Welche Einschnitte dies für Beschäftigte und Unternehmen bedeuten wird, bleibt abzuwarten. Alle Aktionäre werden ihm sicherlich die Daumen drücken, denn: Es wurde ja auch mal Zeit …

Das UniCredit Personal Karussell dreht sich wieder ein kleines Stück weiter. Diesmal fährt der noch Geschäftsführer und weltweite Vertriebsleiter Matteo Perruccio weiter.
Es ist Zeit für eine neue unternehmerische Herausforderung“, kommentiert Perruccio seine Entscheidung. Bei Hedge-Fonds Anbieter Olympia Group wird er den Posten als zweiter Geschäftsführer neben Marc L. Landeau übernehmen. 
Auch wenn solch ein Wechsel in die Hedge-Fonds Anbieter Ebene für viele Fondsmanager durchaus reizvoll ist, scheint sich hierbei auch eine persönliche und private Komponente zusätzlich für den Wechsel zu Olympia Group stark gemacht zu haben. Perruccios Familie wohnt bereits in Paris, dem neuen Arbeitsort von Matteo Perruccio.